Rezension: Carry On.

IMG_0104

Titel: Carry On
Autorin: Rainbow Rowell
Verlag: St. Martin’s Griffin – Hardcover – 520 Seiten.
AmazonGoodreadsVerlagsseite.

Worum gehts

Simon Snow is the worst Chosen One who’s ever been chosen. That’s what his roommate, Baz, says. And Baz might be evil and a vampire and a complete git, but he’s probably right. Half the time, Simon can’t even make his wand work, and the other half, he starts something on fire. His mentor’s avoiding him, his girlfriend broke up with him, and there’s a magic-eating monster running around, wearing Simon’s face. Baz would be having a field day with all this, if he were here–it’s their last year at the Watford School of Magicks, and Simon’s infuriating nemesis didn’t even bother to show up.

Meine Meinung

Rainbow Rowell ist meine Heldin. Wenn ich nicht schon nach Eleanor & Park davon überzeugt gewesen wäre, dann nach Fangirl. Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass sie das jetzt nochmal toppen könnte. Aber doch. Das hat sie mit Carry On geschafft. Und zwar mit Leichtigkeit.

Wer Fangirl gelesen, und zusammen mit Cath einige Zeit in Watford verbracht hat, weiß, dass Simon Snow und Tyrannus Basilton Grimm-Pitch eigentlich Fiktionen einer Fiktion sind. Und Carry On eine Fanfiction zu dieser Fiktion der Fiktion – Oder so ähnlich? Jedenfalls – um nicht in endlosen Erklärungen für die zu versinken, die diese Lektüre noch nachholen müssen – schreibt Cath in Fangirl eine Fanfiction über die „Simon Snow„-Reihe von Gemma T. Leslie, die in ihrer Welt etwa den gleichen Status hat, wie Harry Potter bei uns [und gleichzeitig auch darauf basiert]. Diese Fanfiction ist Carry On. Und obwohl ich während Fangirl nicht sonderlich an den Stellen über Simon und Baz interessiert war, habe ich mich doch sehr auf Carry On gefreut, weil die Idee dahinter einfach so fucking fantastisch ist. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Diese Geschichte ist der nackte Oberwahnsinn.

Rainbow Rowell hat von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass Carry On eine Gay-Romance ist. Im Laufe der Geschichte durchlaufen Simon und Baz diesen [für Fanfiction sehr typischen] Enemies-to-Lovers Prozess und stolpern in eine recht komplizierte Beziehung miteinander.
Nichts ist nur Subtext. Nichts ist nur überinterpretiert. Es ist echt, es ist Canon, es ist awesome! Und trotz des konstanten Gefühls tatsächlich gerade eine Fanfiction zu lesen, ist diese Liebesgeschichte sehr realistisch dargestellt und nachvollziehbar und kommt nicht einfach aus dem Nichts. [Thank Crowley!]

Was ich außerdem sehr schön fand: Die Zaubersprüche in dieser Welt sind Sätze, die normale Menschen im täglichen Sprachgebrauch benutzen. „Twinkle twinkle little star“ und „Stand your ground„, zum Beispiel oder „Get well soon„. Das hat der ganzen Zauberei nochmal eine extra witzige Note verliehen und es hat wirklich Spaß gemacht, Referenzen zu Büchern/Serien/Musik zu finden.

Mein einziger Kritikpunkt an Carry On? Ich will mehr davon. MehrMehrMehr. Ich wünschte, Rainbow Rowell hätte von Anfang an geplant, eine Reihe daraus zu machen. Vielleicht zwei Bände, oder sogar drei. Denn obwohl ich es interessant fand, dass wir in den Kapiteln verschiedene Points of View bekommen, habe ich gemerkt, dass ich dabei ungeduldig wurde und bittebittebitte mit Simon und Baz weitermachen wollte. Ich habe mich regelrecht gestört gefühlt, wenn sich Penelope oder Agatha in den Verlauf der Geschichte gedrängt haben. [Ganz nach dem Motto: „ICH HAB HIER EH NUR FÜNFHUNDERT SEITEN UM DIESE BEZIEHUNG ZU GENIESSEN, BITTE GEHT WEG“] Natürlich mochte ich auch die Nebencharaktere – besonders Penelope – und die Storyline war super! Durchdacht, mit Spannung, Plottwists und Intrigen [und es hat mich absolut nicht gestört, dass es viele lose Enden gab und wir nicht alles über diese Welt wissen. Im Gegenteil: Gerade das hat für mich den Reiz und einen großen Teil dieses Fanfiction-Feelings, ausgemacht] … Aber let’s be real. Simon und Baz sind alles, wovon ich seit langem in einem Buch geträumt habe, und ich brauche mehr davon!

Fazit

Keine Frage: Lest dieses Buch. Es ist wundervoll, es ist romatisch, es ist spannend und kreativ. Es ist alles. Ich habe noch nie erlebt, dass ich nach zehn gelesenen Seiten schon so schreckliche Angst vor dem Ende hatte. Wirklich noch nie! Es hat mich selbst gewundert, wenn ich sowas wie „Oh, shit. Ich habe nur noch 400 Seiten übrig, was soll ich nur machen?!“ dachte. Ich leide momentan unter wirklich schrecklichen Trennungsschmerzen, weil ich mich so sehr in Baz und Simon verliebt habe. Und wenn es möglich ist, sich in die Liebe von zwei anderen Personen zu verlieben, dann ist mir das wohl passiert.. Aber jetzt genug der Worte. Ich kann mich nur wiederholen: Wenn ihr von der klassischen Klischee-Boy-Meets-Girl-Und-Eventuell-Endet-Alles-In-Einem-Love-Triangle Geschichte weg möchtet, Fantasy mögt und Knutscherei und Fanfiction – Lest dieses Buch! Ihr werdet garantiert nicht enttäuscht sein.

Fünf SterneIch vergebe [natürlich] 5 von 5 Sternen!
Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss das Internet nach Fanart und Fanfiction durchforsten.
Und nebenbei diese beiden offiziellen Playlists für Simon und Baz hören.

IMG_0106

On the Road again – London. [Day 2/6]

Nachdem wir unsere erste Nacht zu dritt im Doppelbett [mehr oder weniger] gut überstanden hatten -es gab nur eine einzige riesige Decke, ich lag in der Mitte und schwitzte mich zu Tode – brachen wir wieder in Richtung Innenstadt auf. Auf dem Weg dorthin machte sich unsere Bus-Oyster-Card wieder einmal sehr bezahlt. Denn durch Zufall entdeckten wir an einer Straße … THE WHO SHOP.

IMG_2860

Laura und ich hatten uns schon vor Ewigkeiten vorgenommen, mal dort rein zu gehen [und uns zu Tode zu shoppen], aber diesen Plan irgendwie total vergessen. Wir wussten noch nicht mal, dass er eigentlich ganz in der Nähe von unserem Hotel war.. Peinlich, peinlich.. Auf jeden Fall sprangen wir wie so ein paar Bekloppte aus dem Bus und stürmten den Laden. Vom Innenleben habe ich leider nur ein paar hässliche Handyfotos, aber damit müsst ihr jetzt einfach mal leben.

dasd

Es war pure Glückseligkeit, ehrlich. Jeder Mensch in diesem Laden war verliebt in die Serie [okay, außer Ali vielleicht, die bis dahin erst drei Folgen gesehen hatte. Aber immerhin war sie bereits Sympathisant und hat in der Zwischenzeit mit Nine angefangen!] und die Verkäufer waren die goldigsten Menschen überhaupt. Zum Beispiel haben sie Laura gleich auf ihren Sherlock-Beutel mit dem Autogramm von Benedict Cumberbatch angesprochen und ein bisschen gefangirlt. Total schön. Außerdem gab es eine riesige Auswahl an Kleinkrams, Tassen, Shirts, Kuscheldaleks und und und. Ihr liegt also richtig, wenn ihr jetzt vermutet, dass ich den Großteil meines Urlaubsgeldes dort gelassen habe.
Sogar ein paar Sherlock-Artikel waren im Laden versteckt. Zum Beispiel dieser fette I AM SHERLOCKED Pulli, den sich Ali gegönnt hat. [Man erkennt ihn natürlich ganz wunderbar auf dem Bild da unten. ;D]

IMG_2862 Kopie
Zirka 4815262342 Pfund ärmer und um 150% glücklicher, setzten wir uns wieder in den Bus und fuhren in Richtung Trafalgar Square, wo an diesem Tag das Pride in London Festival stattfand. Wir sahen uns die Parade an, bestaunten die bunten Zebrastreifen auf der Straße und die wunderbar kostümierten Leute. Alle hatten echt viel Spaß und man bekam richtig Lust darauf, mit allen Feiern zu gehen.

IMG_3561 Kopie
Ich bin zwar nicht unbedingt ein sehr religiöser Mensch, fand es aber super, dass viele verschiedene Glaubensrichtung bei der Parade vertreten waren. Zum Beispiel gab es Plakate mit den Aufschriften „Jesus loves Gays“ oder „Allah loves us all“. Und natürlich auch diesen magacoolen Riesen-Jesus. ;D

IMG_3535 Kopie

IMG_3548 Kopie

IMG_3563 Kopie

IMG_3571 Kopie

IMG_3582 Kopie

IMG_2874

IMG_3588 Kopie

Nachdem die Parade – leider viel zu schnell – zu Ende ging, schauten wir noch kurz bei der Feierei am Trafalgar Square vorbei. Neben musikalischen Acts sollten dort unter anderem Conchita Wurst und Ian McKellen auftreten. Aber entweder waren wir schon zu spät dran oder der Zeitplan wurde ein wenig abgewandelt.. Jedenfalls war von den beiden leider nichts zu sehen, was schon ziemlich schade war. [Laut den Bildern auf der Website ist Conchita auf jeden Fall irgendwann noch aufgetaucht. ;D]

Wir zogen dann weiter zum Piccadilly Circus. Zum einen, weil dort immer irgendetwas los ist und zum anderen, damit Ali mal in den typischsten aller Touristen-Läden gehen konnte: Cool Britannia.

IMG_2866

IMG_2868 Kopie

IMG_3589

IMG_3592
Nachdem wir uns dort ein paar Souvenirs besorgt hatten, machten wir noch einen ziemlich ausgedehnten Spaziergang um einen HMV-Store zu suchen. Immerhin wurde es mal wieder Zeit unseren Vorrat an englischen Filmen und Serien aufzustocken! Außerdem besuchten wir zum Abschluss des Tages den offiziellen Disney-Shop, der nur ein paar Meter nebenan war, und kauften – für sagenhafte 2 Pfund! – Art aus der Monster Uni. Ganz ganz viel Liebe für diesen kleinen Kerl!

IMG_2879