Rezension: Das Blubbern von Glück.

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 Titel: Das Blubbern von Glück.
[Original: My Life as an Alphabet.]
Autor: Barry Jonsberg
Verlag: randomhouse/cbt – Hardcover – 256 Seiten.
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Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen … anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen – Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach … Denn wohin Candice auch sieht – an jeder Ecke lauert das Unglück. In ihrer Familie, die früher vor Glück geblubbert hat, spinnt sich neuerdings jeder in seinem eigenen Leid ein. Ihr superkluger Freund Douglas Benson versucht seit Langem vergeblich, in eine andere Dimension zu reisen. Und ihr Haustier, Erdferkel Fisch, hat womöglich eine ernsthafte Identitätskrise. Candice macht sich ans Wunderwerk, um jedem Einzelnen von ihnen zu helfen. Und wie sie das schafft und zum Schluss wirklich jeder um sie herum ein dickes Stück glücklicher ist, das ist das Allerwunderbarste an ihrer Geschichte.

Meine Meinung

Das Blubbern von Glück ist so ein Buch, bei dem man zuerst denkt: „Oh, was für ein niedlicher Titel. Und so ein süßes Cover. Das ist bestimmt ein schönes, leichtes Kinderbuch“ – Falsch, Baby, falsch! Denn obwohl das neuste Buch des australischen Kinder- und Jugendautors Barry Jonsberg tatsächlich ursprünglich für Kinder ist, lässt sich dieser Geschichte eigentlich keine Altersbeschränkung aufdrücken.

Die Geschichte handelt von Candice Phee, einem zwölfjährigen Mädchen, das die Welt etwas anders sieht als du und ich. Sie ist unheimlich intelligent, liest gerne das Wörterbuch von vorn bis hinten und ist ein großer Verfechter der Wahrheit und Genauigkeit. Sie spricht nicht gerne mit Menschen, die sie gerade erst kennengelernt hat, also schreibt sie lieber Zettel, wenn sie etwas zu sagen hat. Doch das ist eigentlich kein Problem für sie. Das was sie wirklich bedrückt, sind die Sorgen Anderer: Ihrer Eltern, ihrer Lieblingslehrerin oder ihres Haustiers Erdferkel-Fisch. Also beschließt sie eines Tages, etwas dagegen zu tun und alle in ihrer Umgebung glücklich zu machen – Auch wenn das nicht immer ganz so einfach ist.

Das ganze Buch ist eigentlich Candice‘ Erinnerungsprotokoll, das sie für die Schule schreiben muss. Zu jedem Buchstaben des Alphabets sollte sie sich ein paar kurze Sätze einfallen lassen – Doch Candice nimmt diese Aufgabe ein bisschen ernster und so bekommt jeder Buchstabe ein eigenes Kapitel.
Mir gefällt sehr gut, wie das Buch aufgebaut ist und Barry Jonsberg’s liebevolle Art, Candice eine Stimme zu verleihen, ist einfach wunderbar. Trotz der [‚tschuldigung] furztrockenen und analytischen Erzählweise von Candice, merkt man, dass man die Welt aus den Augen eines Kindes betrachtet..
Und genau das verleiht dieser Geschichte einen ganz eigenen, unvergleichlichen Charme und Witz.

Das Blubbern von Glück steckt voller toller Charaktere, die dich zum lachen, weinen und nachdenken bringen. Jeder von ihnen hat seine eigenen großen und kleinen Probleme, die sehr realistisch dargestellt werden. Man leidet und hofft bereits von der ersten Seite an mit und drückt jedes Mal die Daumen, wenn Candice einen neuen, kreativen Plan ausheckt, um ihre Mitmenschen glücklicher zu machen.

Fazit

Wunderbar, einzigartig und liebevoll. Das Blubbern von Glück ist all das und noch viel mehr. Es macht glücklich, traurig, nachdenklich, fröhlich.. Und man verliebt sich schon auf der ersten Seite in Candice Phee. So sehr, dass man sich oft wünscht, dass dieses Buch doch bittebitte noch hundert Seiten mehr hätte. Also lasst euch bitte nicht vom Begriff „Kinderbuch“ abschrecken – Absolute Kaufempfehlung!

Fünf SterneIch vergebe fünf von fünf Sternen!

Weißt du, was das beste an dir ist, Pumpkin? Du singst dein eigenes Lied und du tanzt nach deiner eigenen Melodie. Du siehst die Welt mit anderen Augen als wir. Und weißt du, was? Manchmal wünschte ich, jeder sähe sie mit deinen Augen. Ich weiß, dass die Welt dann ein besserer Ort wäre.

Rezension: Magisterium – Der Weg ins Labyrinth.

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Titel: Magisterium – Der Weg ins Labyrinth [Original: The Iron Trial]
Autorinnen: Cassandra Clare und Holly Black.
Verlag: Bastei Lübbe – Gebundene Ausgabe – 332 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. November 2014
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Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge ist der zwölfjährige Callum nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium. Der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre zu gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen.

Meine Meinung

Ich gebe zu: Bei Magisterium – Der Weg ins Labyrinth habe ich ein Buch nach seinem Umschlag beurteilt. Als ich es zum ersten Mal in den Händen hielt, war es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Aber schaut doch nur hin, es ist einfach wunderschön! Das Cover, das Lesebändchen.. und die kupfernen Seiten erst! Oh, mein Gott. Ich musste es erstmal ein paar Stunden lang anstarren.

Aber Spaß beiseite – Denn bereits nach den ersten paar Kapiteln war ich nicht mehr so begeistert.
Zwar konnte mich das Buch vom Optischen sofort überzeugen, die Story brauchte jedoch eine gewisse Anlaufzeit. Ich wurde mit keinem der Charaktere warm, die anfangs sehr flach geschrieben waren, viele Hinweise auf den späteren Verlauf der Geschichte waren mir zu plump „versteckt“ und der Schreibstil von Cassandra Clare und Holly Black ist mir gerade am Anfang sehr häufig sauer aufgestoßen [was ich aber erwartet hatte, da ich dieses Problem auch oft bei den Chroniken der Unterwelt hatte]. Ähnlich unbeeindruckt war auch mein erster Beitrag zur Lovelybooks-Leserunde. Aber Stopp! Geht noch nicht!

Denn natürlich habe ich weitergelesen. Und wurde langsam aber sicher aus meiner Grube der Enttäuschung herausgezogen. Ab einem gewissen Punkt nimmt die Geschichte nämlich Formen an und wird von Kapitel zu Kapitel fesselnder. Sehr schöne Freundschaften entstehen, die Charaktere werden sympathischer und man erfährt endlich etwas mehr über sie, das Leben und der Unterricht im Magisterium sind sehr interessant dargestellt, und an manchen Stellen wird es sogar echt spannend!

Besonders gut gefallen haben mir die letzten Kapitel, die bewiesen haben, dass meine großspurige Behauptung „Ich weiß, was am Ende passiert! Ich wusste es schon nach dreißig Seiten!“ vollkommen falsch war. In der Leserunde schrieb jemand sinngemäß zu dem Thema: Egal, was du denkst. Es ist falsch. Und das stimmt. Dadurch macht das Ende von Magisterium – Der Weg ins Labyrinth [das, wie ihr euch sicher denken könnt, der Beginn einer Reihe ist] unheimlich viel Lust auf mehr und ich kann euch versprechen, dass ich mir die Fortsetzungen ebenfalls zulegen werde. In der Geschichte gibt es nämlich noch viele Potenziale,  die ausgeschöpft, und tausende Wege, die eingeschlagen werden können. Und ich bin echt gespannt darauf, was Cassandra Clare und Holly Black daraus machen!

Fazit

Auch wenn Magisterium – Der Weg ins Labyrinth relativ schwach anfängt, einem so gut wie jeder Charakter unsympathisch ist und die Story selbst, gerade in den ersten Kapiteln, oftmals ein bisschen an Harry Potter erinnert, lohnt es sich, über die ersten paar Kapitel hinauszukommen und richtig in die Abenteuer von Call, Aaron und Tamara einzutauchen. Aufgrund des eher kindlichen Schreibstils ist es vielleicht für etwas jüngere Leser gedacht, aber auch ich [die ich stolze zwanzig Lenze zähle] konnte mich nach einer Weile gut damit abfinden. Falls ihr also zufälligerweise gerade ein gutes Geschenk für einen coolen Menschen sucht [immerhin rückt Weihnachten immer näher!], lege ich euch dieses Buch ans Herz. Probiert es aus – Das könnte das nächste große Ding werden. Und dann könnt ihr sagen:

„Ich hab’s gelesen, bevor es cool war!“ ;D

Zwei Sterne
Ich vergebe drei von fünf Sternen.


= Vielen Dank an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar! =