Rezension: Carry On.

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Titel: Carry On
Autorin: Rainbow Rowell
Verlag: St. Martin’s Griffin – Hardcover – 520 Seiten.
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Worum gehts

Simon Snow is the worst Chosen One who’s ever been chosen. That’s what his roommate, Baz, says. And Baz might be evil and a vampire and a complete git, but he’s probably right. Half the time, Simon can’t even make his wand work, and the other half, he starts something on fire. His mentor’s avoiding him, his girlfriend broke up with him, and there’s a magic-eating monster running around, wearing Simon’s face. Baz would be having a field day with all this, if he were here–it’s their last year at the Watford School of Magicks, and Simon’s infuriating nemesis didn’t even bother to show up.

Meine Meinung

Rainbow Rowell ist meine Heldin. Wenn ich nicht schon nach Eleanor & Park davon überzeugt gewesen wäre, dann nach Fangirl. Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass sie das jetzt nochmal toppen könnte. Aber doch. Das hat sie mit Carry On geschafft. Und zwar mit Leichtigkeit.

Wer Fangirl gelesen, und zusammen mit Cath einige Zeit in Watford verbracht hat, weiß, dass Simon Snow und Tyrannus Basilton Grimm-Pitch eigentlich Fiktionen einer Fiktion sind. Und Carry On eine Fanfiction zu dieser Fiktion der Fiktion – Oder so ähnlich? Jedenfalls – um nicht in endlosen Erklärungen für die zu versinken, die diese Lektüre noch nachholen müssen – schreibt Cath in Fangirl eine Fanfiction über die „Simon Snow„-Reihe von Gemma T. Leslie, die in ihrer Welt etwa den gleichen Status hat, wie Harry Potter bei uns [und gleichzeitig auch darauf basiert]. Diese Fanfiction ist Carry On. Und obwohl ich während Fangirl nicht sonderlich an den Stellen über Simon und Baz interessiert war, habe ich mich doch sehr auf Carry On gefreut, weil die Idee dahinter einfach so fucking fantastisch ist. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Diese Geschichte ist der nackte Oberwahnsinn.

Rainbow Rowell hat von Anfang an kein Geheimnis daraus gemacht, dass Carry On eine Gay-Romance ist. Im Laufe der Geschichte durchlaufen Simon und Baz diesen [für Fanfiction sehr typischen] Enemies-to-Lovers Prozess und stolpern in eine recht komplizierte Beziehung miteinander.
Nichts ist nur Subtext. Nichts ist nur überinterpretiert. Es ist echt, es ist Canon, es ist awesome! Und trotz des konstanten Gefühls tatsächlich gerade eine Fanfiction zu lesen, ist diese Liebesgeschichte sehr realistisch dargestellt und nachvollziehbar und kommt nicht einfach aus dem Nichts. [Thank Crowley!]

Was ich außerdem sehr schön fand: Die Zaubersprüche in dieser Welt sind Sätze, die normale Menschen im täglichen Sprachgebrauch benutzen. „Twinkle twinkle little star“ und „Stand your ground„, zum Beispiel oder „Get well soon„. Das hat der ganzen Zauberei nochmal eine extra witzige Note verliehen und es hat wirklich Spaß gemacht, Referenzen zu Büchern/Serien/Musik zu finden.

Mein einziger Kritikpunkt an Carry On? Ich will mehr davon. MehrMehrMehr. Ich wünschte, Rainbow Rowell hätte von Anfang an geplant, eine Reihe daraus zu machen. Vielleicht zwei Bände, oder sogar drei. Denn obwohl ich es interessant fand, dass wir in den Kapiteln verschiedene Points of View bekommen, habe ich gemerkt, dass ich dabei ungeduldig wurde und bittebittebitte mit Simon und Baz weitermachen wollte. Ich habe mich regelrecht gestört gefühlt, wenn sich Penelope oder Agatha in den Verlauf der Geschichte gedrängt haben. [Ganz nach dem Motto: „ICH HAB HIER EH NUR FÜNFHUNDERT SEITEN UM DIESE BEZIEHUNG ZU GENIESSEN, BITTE GEHT WEG“] Natürlich mochte ich auch die Nebencharaktere – besonders Penelope – und die Storyline war super! Durchdacht, mit Spannung, Plottwists und Intrigen [und es hat mich absolut nicht gestört, dass es viele lose Enden gab und wir nicht alles über diese Welt wissen. Im Gegenteil: Gerade das hat für mich den Reiz und einen großen Teil dieses Fanfiction-Feelings, ausgemacht] … Aber let’s be real. Simon und Baz sind alles, wovon ich seit langem in einem Buch geträumt habe, und ich brauche mehr davon!

Fazit

Keine Frage: Lest dieses Buch. Es ist wundervoll, es ist romatisch, es ist spannend und kreativ. Es ist alles. Ich habe noch nie erlebt, dass ich nach zehn gelesenen Seiten schon so schreckliche Angst vor dem Ende hatte. Wirklich noch nie! Es hat mich selbst gewundert, wenn ich sowas wie „Oh, shit. Ich habe nur noch 400 Seiten übrig, was soll ich nur machen?!“ dachte. Ich leide momentan unter wirklich schrecklichen Trennungsschmerzen, weil ich mich so sehr in Baz und Simon verliebt habe. Und wenn es möglich ist, sich in die Liebe von zwei anderen Personen zu verlieben, dann ist mir das wohl passiert.. Aber jetzt genug der Worte. Ich kann mich nur wiederholen: Wenn ihr von der klassischen Klischee-Boy-Meets-Girl-Und-Eventuell-Endet-Alles-In-Einem-Love-Triangle Geschichte weg möchtet, Fantasy mögt und Knutscherei und Fanfiction – Lest dieses Buch! Ihr werdet garantiert nicht enttäuscht sein.

Fünf SterneIch vergebe [natürlich] 5 von 5 Sternen!
Und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss das Internet nach Fanart und Fanfiction durchforsten.
Und nebenbei diese beiden offiziellen Playlists für Simon und Baz hören.

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The Harry Potter Exhibition! <3

Der Harry Potter Exhibition in Köln weine ich ja schon seit Oktober hinterher. Ich wollte da unbedingt hin, aber Zeit- und Geld- und Begleitungstechnisch hat es erst nicht allzu rosig ausgesehen.. Aber irgendwie [*with a little help of Annika’s Tante aus Köln] haben wir es an diesem Wochenende doch auf die Beine gestellt, sind fünf Stunden lang mit dem Fernbus über Autobahnen gegurkt und konnten uns am Samstag endlich diese großartige Ausstellung ansehen. Mir fehlen eigentlich die Worte, um sie treffend zu beschreiben, aber lasst mich zumindest eines sagen: Die Ausstellung ist sehr liebevoll und detailverliebt gestaltet und es macht wahnsinnig viel Spaß, sich die Kostüme und Gegenstände vom Set mal im „echten Leben“ anschauen zu können! Glücklicherweise wurden uns blitzlose Fotos mit Muggelkameras erlaubt und deshalb möchte ich diese Gelegenheit gleich nutzen, um euch ein paar meiner Schnappschüsse zu zeigen. Klickt einfach auf „Weiterlesen“ und schon kann’s losgehen! 🙂

Ach, ja, Moment noch: Jedem, der eventuell auch noch vor hat, die Harry Potter Exhibition zu besuchen, empfehle ich den Audio Guide, den man sich für fünf Euro dazubuchen kann. An fast jedem Ausstellungsstück findet man eine Nummer, die man in den Guide eingeben kann, um so viele Hintergrundinformation zu ihnen zu bekommen. Das macht Laune, ist super interessant und bringt einen dazu, selbst die kleinsten Details noch[!] genauer zu betrachten. Es lohnt sich also auf jeden Fall!

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Montagsfrage.

Es ist Mittwoch und ich beantworte die Montagsfrage. Super, Isa. Zeitmanagement at it’s finest. Aber ach, was soll’s? Wir tun einfach mal so, als wäre das nicht passiert.. Die Frage dieser Woche lautet:

Was hälst du von Literarischen Tattoos?

Ehm, tja. Auch diese Frage lässt sich ziemlich leicht beantworten. Denn genau wie die Erstellerin der Montagsfrage habe ich ebenfalls ein Tattoo des Zeichens der Deathly Hallows. Die Idee stand eigentlich schon seit ich Harry Potter und die Heiligtümer des Todes gelesen habe, also war die Wartezeit bis zu meinem achtzehnten Geburtstag noch relativ lang.. Aber so kann zumindest niemand behaupten, ich hätte nicht gründlich genug darüber nachdenken können. ;D

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Einen Monat nach meinem Geburtstag erfüllte ich mir also meinen kleinen „Traum“ und kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ich meine Entscheidung noch keine Sekunde bereut habe. Ich denke sogar seit längerer Zeit über ein zweites Tattoo nach. Es wird zwar wahrscheinlich kein Literarisches sein, sondern ein Zitat aus Lost. [Ihr wisst schon. Diese Serie mit den vielen Leuten, die auf dieser verrückten Insel mit dem Rauchmonster abstürzen.] Aber wann und wo das ganze dann tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. ;D

On the Road again – London. [Day 4/6]

Nach unserem schmerzhaften Abschied von Laura taten Ali und ich erstmal das, was wir am allerbesten können: Ausschlafen. Zumindest war das unser ursprünglicher Plan. Doch das Hotelpersonal hatte scheinbar etwas dagegen – Denn so zirka um 8 Uhr morgens ging der Feueralarm los und bescherte uns eine mittelschwere Herzattacke. Nachdem wir uns bei unseren [zufälligerweise ebenfalls deutschen] Zimmernachbarn erkundigt hatten, stellte sich heraus, dass es zum Glück nur ein Fehlalarm war und nix brenzliches vor sich ging. Also legten wir uns bockig wieder ins Bett und schworen „wir holen jetzt noch mindestens drei Stunden Schlaf nach. So“. Und das.. taten wir dann auch. Erst kurz vor der Mittagszeit schälten wir uns wieder aus dem Bett, „frühstückten“ noch ein bisschen und starteten somit relativ spät in unseren Sightseeing-Tag.

Da Ali zum ersten Mal in London war, mussten wir logischerweise alle Touristen-Wege ablaufen. Für mich war es zwar bereits der dritte Urlaub in London, ich kann mich aber an den Sehenswürdigkeiten nicht wirklich satt sehen. Außerdem kann man nie zu viele Bilder von ihnen haben. Am I right?!

Als erstes konnten wir den Tower of London und die Tower Bridge von unserer ToDo-Liste streichen.

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An alle, die in der letzten Zeit in London waren: Habt ihr auch diese unheimlich tollen Buch-Bänke entdeckt? Sie sind so schön, dass man sie einfach lieben muss! [Am tollsten finde ich die Version von „Das Dschungelbuch“ im Greenwich Park.] Ich wünschte, die Bänke würden immer dort stehen.

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Wir spazierten eine Weile an der Themse entlang und machten immer mal wieder Abstecher in kleinere Seitenstraßen, sodass wir irgendwann auch am Christmas Shop und beim Borough Market vorbeischauen konnten. Unterwegs stießen wir auf die coolsten Straßenmusiker der Welt: Jam Jar. Also wirklich, die waren richtig awesome. Wir haben uns über eine halbe Stunde bei denen niedergelassen und einfach nur dieser herrlichen Musik zugehört. Hach. Sowas lieb‘ ich ja.
Und damit ihr auch das Vergnügen habt, füge ich euch hier mal ein Youtube-Video ein und verlinke euch ihr Soundcloud-Profil. Ach, ja. Und auf Facebook und Twitter sind die auch. Was für ein Zufall!
[Nein, ich bin kein Stalker. Wir fanden die Jungs nur richtig richtig gut. *husthust*]

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Knallharte Fans zu werden ist auch für uns sehr anstrengend. Deshalb steuerten wir das nächstgelegene Café an, bestellten uns zwei riesige Tassen Tee und justierten erstmal unsere Sightseeing-Lage. Glücklicherweise hatten wir so eine schöne bunte Touristen-Karte, mit der wir uns gut zurechtfinden konnten. [Wahnsinn, eigentlich. Ich habe sonst den Orientierungssinn einer Kartoffel.]

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Als es dann so langsam anfing zu regnen, kramten wir unsere Regenjacken raus und setzten unsere Tour fort. Und obwohl schlechtes Wetter im Urlaub eigentlich immer nervig ist, war es gar nicht so wild. Denn so ein graues, regnerisches London sieht doch irgendwie noch schöner aus als sowieso schon.

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Unser Weg an der Themse führte uns an der Millennium Bridge, am London Eye und am Big Ben vorbei und nach einer fetten Fotosession setzten wir unseren Weg dann in Richtung Westminster Abbey und Victoria Tower Gardens fort. Denn dort in der Nähe befindet sich die Lambeth Bridge, die ihr vielleicht aus Harry Potter und der Gefangene von Askaban kennt. [Da hat sich der Fahrende Ritter zwischen diesen zwei Bussen vorbeigequetscht!] Übrigens hat man von dort aus eine echt schöne Aussicht.

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Mittlerweile dezent-durchnässt setzten wir uns in den nächsten Bus und fuhren [um unseren leicht Potter-angehauchten Tag zu vervollständigen] zur Kings Cross Station und sahen uns dort das „Gleis“ 9 3/4 und den Harry Potter Shop an. Und gaben natürlich viel Geld für Fandom-Kram aus. ;D

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Ganz in der Nähe vom Kings Cross fanden wir das O’Neils, einen irischen Pub, in den ich schon während meiner ersten beiden London-Aufenthalte gehen wollte. Da wir ziemlich ausgehungert waren und an diesem Abend ein Deutschland-WM-Spiel [oderwiemandasnennt] stattfand, setzten wir uns rein und aßen uns fast ins Fresskoma. Oh, Mann. Ich sag’s euch: TODESLECKER!

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Zirka 25 Kilo schwerer rollten wir uns zum nächsten Bus und fuhren – mit einigen Strecken-/Richtungs-/Zeitproblemen – zurück zum Hotel und konnten leicht stolz feststellen: Dafür, dass wir erst so krass-spät aufgebrochen sind, haben wir echt eine ganze Menge geschafft.

[Und da dieser Post noch nicht lang und bilderlastig genug ist, gebe ich euch zum Ende noch weise Ratschläge von weisen Pubs mit auf den Weg. Cheers, you lovely people.]

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Stephen King ♥

Ich habe es doch schon immer gesagt: Stephen King ist nicht nur der König des Horrors, sondern auch der, von allem anderen.
Ich liebe ihn und seine Bücher abgöttisch, seitdem ich damals sterbenskrank und vereinsamt ‚Duddits‘ gelesen habe. Wer seine Bücher nur auf die ‚Gruselgeschichten‘ reduziert, liegt vollkommen falsch.
Es geht um so viel mehr: Um Freundschaft. Um Liebe. Um Ängste. Um die Kindheit und die Momente, die sie unvergesslich machen. Um das Loslassen geliebter Menschen. Im Grunde genommen geht es um alles, was Menschen im Laufe ihres Lebens beschäftigt. Aber dafür muss man schon tiefer gehen.