Vier Monate On The Road – Von Athen bis Anrode, Teil 2.

Hey, people!

Na, bin ich nicht zuverlässig? Hab ich mein Versprechen nicht hervorragend gehalten? Jap, das hab ich. Eine Woche Wartezeit! Da könnt ihr euch doch echt nicht beschweren. (─‿─)

Bevor wir gleich loslegen sei aber noch erwähnt, dass mir der Gedanke, über den Landweg von Athen bis nach Hause zu reisen, nicht von selbst gekommen ist. Nein, Ania und Daniel vom Blog Geh Mal Reisen haben die Idee ursprünglich gehabt und mich durch ihre Stories auf Instagram, ihre Blogposts und ihren Vlog dazu inspiriert, das Ganze doch mal „nachzureisen“. Unsere Route ist zwar nicht komplett gleich, aber zumindest die ersten drei Stationen waren die Selben. Wer eine genaue Kostenaufstellung sehen und etwas über die Eindrücke von Ania und Daniel erfahren möchte, kann das hier gerne tun. ✿

Nachdem ich meine zwei vollen Tage in Athen also erfolgreich mit Sightseeing, Kuchen essen und Bücher-Shopping verbracht hatte, ging es weiter zum Bahnhof, wo ich mir für 45 EUR ein Zugticket nach Thessaloniki – quasi dem Öffi-Verkehrsknotenpunkt in Griechenland – gekauft habe. Beim Kartenkauf wird immer direkt ein Sitzplatz mit reserviert, die Zugfahrt war also super angenehm und hat ungefähr sechs Stunden gedauert. Lange Zug- oder Busfahrten machen mir ja seit Asien zum Glück gar nichts mehr aus und ich konnte mir die Zeit sehr erfolgreich mit ebooks, Podcasts und Serien vertreiben.

In Thessaloniki angekommen, habe ich dann zum ersten Mal Couchsurfing ausprobiert – also gratis bei einem fremden Menschen auf der Couch geschlafen. Das Konzept war mir schon immer ein bisschen befremdlich, aber ich wollte es unbedingt mal ausprobieren und ein paar von diesen coolen Leuten treffen, die Fremde einfach so in ihrem Haus oder ihrer Wohnung übernachten lassen. Und siehe da! Mein erster Versuch war gleich ein Treffer: Ich habe eine sehr nette griechische Studentin kennengelernt, die mir ein paar schöne Ecken von Thessaloniki gezeigt, tolle Restaurants empfohlen und viel über ihr Leben dort erzählt hat. Und alles, was ich dafür tun musste, war nett sein und ihr ein Bier kaufen. Läuft!

Da Thessaloniki aber nur ein kurzer Zwischenstopp für mich sein sollte, ging es am nächsten Morgen schon mit dem Bus [Omio: 5 Stunden, 15 EUR] weiter nach Bulgarien, genauer gesagt in die Hauptstadt Sofia. Hier bin ich zwei Nächte lang in einem gemütlichen AirBnB geblieben und war absolut begeistert von dieser wunderschönen Stadt! Ganz besonders gefallen hat mir die kostenlose Stadtführung, die von Free Sofia Tours vor dem Justizpalast angeboten wurde. So konnte ich in recht kurzer Zeit sehr viel über Sofia lernen und superhübsche Plätze und Gebäude entdecken, die mir sonst vielleicht nie aufgefallen wären.

Aber was wäre die schönste Stadt ohne einen noch schöneren Buchladen? Richtig! Nüscht. Ich habe natürlich wieder – wie überall – einige besichtigt und mein Lieblingsbuchladen in Sofia war mit Abstand der Elephant Bookstore. Der bietet nämlich nicht nur eine riesige Auswahl an fantastischen Büchern, sondern auch viel Fandom-Merch und allerlei feinen Krimskrams. Und sowas liebe ich ja! ❤

Von Sofia aus ging es dann 9 Stunden lang mit dem Nachtbus [Flixbus: 20 EUR] nach Ungarn. Mein dritter Stopp – und auch nur für eine Nacht – war nämlich Budapest. Dort habe ich es erneut mit Couchsurfing probiert [weil es beim ersten Mal ja so gut geklappt hatte..] und dabei so richtig ins Klo gegriffen. Ich will nicht zu sehr ausschweifen, sondern belasse es lieber bei zwei Aussagen: „Stinkige, klebrige, ekelhafte 4er Männer-WG“ und „einer von den Dudes hat die ganze Nacht lang tausende E-Scooter ins Wohnzimmer getragen, die dort geladen und wieder auf die Straße gestellt, während ich da schlafen wollte“. Aber naja, wie ich bereits im letzten Post erwähnt habe: We live and we learn. Außerdem war’s gratis, die Wohnung lang sehr zentral, ich wurde nicht umgebracht und habe somit auf jeden Fall – trotz meiner wenigen Übernachtungen – einen umfangreichen Überblick zum Konzept des Couchsurfings bekommen. Yay?!

Budapest selbst hat mir aber sehr gut gefallen und ich wäre theoretisch echt gern noch länger dort geblieben, um mehr von der Stadt zu sehen. [Das wird definitiv nachgeholt. Aber im Hotel/AirBnB!] Besonders gefallen hat es mir, einfach an der Donau entlang zu schlendern, den Ausblick zu genießen und ein paar Folgen Fest & Flauschig zu hören, um mich von meinem Couchsurfing-Desaster abzulenken, lel.

Mein vierter und letzter Stopp, bevor es zurück nach Deutschland ging, war Prag. Den Weg dorthin habe ich mit einem Bus von RegioJet zurückgelegt, der zu 100% mein liebstes Europäisches Transportmittel geworden ist! Er war recht leer, es gab eine Busbegleiterin, die mir jede halbe Stunde ein geiles Heißgetränk meiner Wahl gebracht hat und die Sitze waren superbequem, sodass ich während der siebenstündigen Fahrt sogar Schlaf nachholen konnten. Loved it!

In Prag angekommen habe ich mich mit einer Freundin getroffen, wir haben die nächsten drei Tage in einem schicken AirBnB in der Nähe des Stadtzentrums verbracht und Leute, ich sag’s euch wie’s is: Das war so unglaublich schön! Endlich mal wieder von Angesicht zu Angesicht mit jemandem zu reden, der mich richtig gut kennt – Und das auch noch in meiner eigenen Sprache?! What a concept! Marvelous! Fantastic!

Prag war während unserer drei Tage zwar recht trüb und regnerisch und auch unsere Stadtführung [Tour4Charity, 3 Stunden, 22 EUR/Nase. Sehr empfehlenswert!] ist nach einer Weile echt ungemütlich geworden, obwohl sie super interessant und unterhaltsam war! Aber wir haben uns von den dicken Regenwolken nicht abschrecken lassen. Wir sind trotzdem durch die kleinen Gassen und über die überfüllte Karlsbrücke gewandert, haben Eis und Trdelník gefuttert, uns mit Schwänen angelegt, die meine Reiscracker klauen wollten, und die gemeinsame Zeit zusammen genossen. (✿◠‿◠)

Als Letztes sind wir dann natürlich noch mit der guten, alten Deutschen Bahn von Prag nach Dresden gefahren [25 EUR/Nase mit BahnCard50]. Die Strecke ist übrigens wunderschön, weil man ein Stückchen durch die Sächsische Schweiz fährt und die Aussicht einfach der Wahnsinn ist!

Ja, und dann.. War ich plötzlich Zuhause. Im Oktober. Nach vier [manchmal langen, manchmal sehr kurzen] Monaten, die mich durch China, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, Griechenland, Bulgarien, Ungarn und die Tschechische Republik geführt hatten, war ich einfach wieder da. Bei meinen Eltern, meiner Oma, meinem Hund und meinen Freunden. Und das war einerseits echt seltsam, weil sich so viel verändert hatte, aber auch gleichzeitig immer noch alles genauso war wie damals im Juni, als ich gestartet bin..

Aber glücklicherweise war das ja noch nicht das Ende meiner Reise, sondern nur ein kleiner Zwischenstopp – oder „Heimaturlaub“, wie meine Auslandskrankenversicherung es nennen würde – um ein letztes Mal ordentlich Kirmes zu feiern. v( ̄∇ ̄) Wie es danach weiterging, könnt ihr im nächsten Post erfahren!

Bis dahin: Haltet aus und bleibt stark. Ich bin doch schon wieder Zuhause. ;D

Ein Gedanke zu „Vier Monate On The Road – Von Athen bis Anrode, Teil 2.

  1. Miss Bookiverse

    Hut ab vor deinem Couch Surfing Experiment! Ich finde das ein tolles Konzept, aber ich hätte viel zu viel Schiss davor es auszuprobieren, v.a. alleine. Und ich bin vielleicht auch zu etepetete, finde schon Hostels nicht so toll xD

    In Prag war ich auch mal für einen Tagesausflug und fand es ganz toll! Und genau die Zugstrecke bin ich auch gefahren und habe die Landschaft bewundert 🙂 In Dresden war ich sogar letztes Jahr mal übers Wochenende, das war auch sehr schön und beeindruckend mit den alten Gebäuden.

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