Zwei Monate On The Road – Is this Character Development?

Hey, people!

Schön, dass ihr nach der langen Wartezeit wieder hier seid! Heute habe ich für euch den zweiten Teil meines Zwischenberichts zum zweiten Monat meiner Reisen im Gepäck [das war jetzt irgendwie eine sehr wilde Umschreibung, aber whatever]. Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, kann das gerne hier tun. Und nun genug des Vorgeplänkels, los geht’s!

Wie im letzten Post bereits angekündigt, habe ich mir seit Thailand ja vorgenommen, sehr viel weniger mit dem Flugzeug zu reisen als bisher und ich bin sehr stolz darauf, euch verkünden zu können, dass das in Malaysia hervorragend geklappt hat. Ich hätte theoretisch einfach einen Flug von Phuket nach Kuala Lumpur nehmen und mich dann kreuz und quer durch Malaysia bewegen können (auf dem Luftweg ist das auch nirgendwo ein Problem, weil jedes Kaff einen Flughafen hat). ABER NEIN! Ich habe mich für den langsameren und interessanten Weg entschieden und auch wenn das definitiv auch anstrengender war, würde ich es wieder so machen.

Von Phuket habe ich nämlich einen Nachtbus nach Hatyai (quasi einen Verkehrsknotenpunkt in Thailand) genommen, bin dort in aller Frühe in einen Zug gestiegen, damit bis zur Grenzstadt Padang Besar gefahren, habe dort meinen Immigrationsprozess hinter mich gebracht, bin dann wieder in einen Zug gestiegen – diesmal nach Butterworth – und habe von da aus eine Fähre nach Georgetown genommen. Und dann war ich, quasi 24 Stunden später, endlich an meinem Ziel angekommen!

In Georgetown hatte ich mir (aller Antipathien zum Trotz) ein Hostel gebucht, um dieser Unterkunftsart noch eine letzte Chance zu geben.. Und was soll ich sagen? Das war überraschenderweise eine der besten Entscheidungen meines Reise-Lebens! In der Magpie Residence habe ich nämlich drei supercoole Leute (Katie aus England, Fernanda aus Brasilien und Jerry aus den Niederlanden) kennengelernt, mit denen die Tage in Georgetown nur so dahingeflogen sind. Obwohl ich nicht ausschließe, dass das auch am Alkohol gelegen haben könnte. Ernsthaft, wenn mir nochmal jemand erzählt, dass die Deutschen zu viel saufen, dann habe ich jetzt drei sehr aussagekräftige Gegenargumente!

Hach, es war so eine schöne Zeit und meine sehr negative Meinung zu Hostels hat sich damit zumindest zu „etwas positiver als neutral“ geändert. Wir haben zusammen stundenlang viel getrunken Jenga und Uno gespielt, waren jeden Tag ewig lange frühstücken und haben über allen möglichen Krams gequatscht, uns Streetart angeschaut und das Upside-Down-Museum auf den Kopf gestellt. Mit Katie habe ich auch noch den Penang Hill bezwungen (aber nur den Weg nach unten, für den Aufstieg waren wir zu verkatert) und einen Tempel besichtigt.

Ein paar Tage später haben wir beschlossen, dass wir noch nicht genug vom Inselleben haben und nun auch noch die etwas nördlicher gelegene Insel Langkawi zu viert erkunden wollen. Dort haben wir uns Mopeds ausgeliehen, sind an einem Wasserfall schwimmen gewesen (und wurden beinahe von Affen beklaut) und haben sehr sehr (SEHR) viel Zeit am und im Meer verbracht. Eine Kunst, die Fernanda „Starfishing“ getauft hat und die wir alle perfektionieren konnten.

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Aber auch die schönste Zeit geht irgendwann vorbei und so mussten wir schon bald wieder getrennte Wege gehen. Nur Katie hat mich noch für eine Weile begleitet: Wir sind nämlich zusammen nach Ipoh gefahren. Ipoh ist eine kleine Stadt, in die sich aktuell noch nicht allzu viele Backpacker verirren, die aber unter Locals besonders bekannt für ihr hervorragendes Streetfood ist. Angeblich ist das Essen so gut, dass sogar die reichen Leute aus Singapur jedes Jahr einige ihrer freien Tage dort verbringen und einfach nur schlemmen. Und was die können, können wir natürlich schon lange! Ein paar Tage lang haben wir also zusammen viel Kunst in den belebten Straßen bestaunt, Kellie’s Castle (das ehemalige Schloss eines reichen, englischen Dudes, der sich in der Nähe Ipohs niedergelassen hat) besucht und uns – natürlich – jeden Tag durch alle möglichen kleinen Restaurants und Straßenstände gefuttert.

Nach diesem Fressabenteuer musste ich mich leider von Katie verabschieden, denn für mich ging es weiter in die Cameron Highlands, wo mich wunderschöne Teeplantagen, viele Wanderwege und – vor allem – kühlere Temperaturen erwarteten! Und auch wenn die Cameron Highlands neben diesen drei Highlights sonst nicht sonderlich viel zu bieten hatten.. Der Ausflug zur Teeplantage und die dortige Aussicht war den Abstecher in die Berge definitiv wert!

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Mein Blogpost ist hiermit zwar schon wieder zu Ende, aber meine Zeit in Malaysia war es noch nicht. Es folgen noch ein paar Tage in Kuala Lumpur und Malacca. Von dort ging es dann weiter nach Singapur, wo ich jetzt gerade sitze und schreibe. Aber das ist wieder mal eine Geschichte für den nächsten Zwischenbericht.

Bis dahin: Haltet aus und bleibt stark. Ich bin ja bald wieder Zuhause. ;D

3 Gedanken zu „Zwei Monate On The Road – Is this Character Development?

  1. Pingback: Drei Monate On The Road – Von Malaysia bis Indonesien. – porridgeandwine

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