Zwei Monate On The Road – Shit, Isa! Wo warst du?

Hey, people!

Ja, mich gibt’s auch noch. Ja, ich habe seit fast einem Monat nichts mehr hier gepostet und ja, ich fühle mich auch ein kleines bisschen schlecht deswegen. Aber jetzt bin ich wieder zurück an der Tastatur und bereit, meine Erlebnisse der letzten vier Wochen niederzuschreiben! Jedoch in zwei Abschnitten, weil das sonst den Rahmen eines einzelnen Posts sprengen würde.

Fangen wir doch am besten dort an, wo ich beim letzten Mal aufgehört habe – also, wo waren wir stehen geblieben?

Ich hatte mich über chinesische Hostels beschwert, ein bisschen meinen eigenen Mut gefeiert und Nachtmärkte für mich entdeckt. Ansässig war ich in dem Moment in meinem relativ teuren Hotel in Chiang Mai. Soweit, so gut. Und dann kam der Punkt, an dem das „irgendwo rumsitzen und schreiben“, das ich seit Hongkong so erfolgreich in meinen Tagesplan integriert hatte, sehr viel schwieriger wurde.

Nachdem ich den letzten Post veröffentlicht hatte, bekam ich nämlich Besuch von Maria – einer Freundin und ehemaligen Arbeitskollegin – aus Deutschland! Sie hat mich für zweieinhalb Wochen auf meiner Reise durch Thailand begleitet und wir hatten eine richtig coole Zeit zusammen! In Chiang Mai haben wir Kokosnüsse geschlürft, uns Massagen von ehemaligen Straftäterinnen gegönnt [sehr interessanter Trend, tbh], Elefanten gefüttert und gestreichelt und gebadet, sind durch den Ithanon Nationalpark gewandert, haben tolles vegetarisches Essen gefuttert, Tempel bestaunt, Nachtmärkte besucht und geshoppt wie die Weltmeister! [Und ja, auch die obligatorische Elefanten-Hose ist mit in den Reiserucksack gewandert.]

Weiter ging es dann im Minivan durch 762 Kurven von Chiang Mai nach Pai. Dort hatten wir ein ganz wundbares, budget-freundliches Hotel mit Pool [thank god for the low-season!], umgeben von Reisfeldern und vielen Tieren, die nachts ihre Konzerte gegeben haben.

Pai war sehr viel touristischer als wir erwartet hatten, aber trotzdem richtig schön! Wir haben uns ein Moped gemietet und haben an einem Tag eigentlich alle Sehenswürdigkeiten abgegrast. Den Land Split zum Beispiel, der eigentlich nur ein Stück Land von einem Bauern ist, das 2008 durch ein Erdbeben sozusagen in der Mitte gespalten wurde. 2009 und 2011 folgten weitere Erdbeben, sodass der Land Split inzwischen wie ein kleiner Canyon aussieht. Der Bauer hat meiner Meinung nach das Beste aus seiner Situation gemacht, da er einen kleinen Shop am Rand seines Landes eröffnet hat, wo er seine Ernteerträge gegen eine kleine Spende an die Touristen verteilt. Und so bekommt man für einen kleinen Obolus richtig was geboten! Marmelade, frisches Obst, Bananen- und Kürbis-Chips, Tamarinde, Erdnüsse und Roselle-Saft – alles aus eigenem Anbau. ❤

Danach ging es weiter zur Bamboo-Bridge, einer etwa ein Kilometer langen Bambus-Brücke [duuuh], die mitten durch ein Reisfeld führt. Vom Reis sieht man zwar nicht ganz so viel, da er noch ziemlich klein ist, aber es war trotzdem wunderbar und sehr lustig, federnden Schrittes über die Brücke zu hopsen!

Als letztes Ziel des Tages hatten wir uns dann noch den Pai Canyon vorgenommen, den wir fast wegen einem heftigen Regenschauer ausfallen lassen mussten. Wir konnten aber zum Glück in einem kleinen Restaurant an der Straße Unterschlupf finden und haben dort noch zwei andere deutsche Touris aus unserem Hotel getroffen, mit denen wir uns super unterhalten und etwas gegessen haben. Unsere Wartezeit war damit also gar nicht mal so schrecklich und unsere Geduld wurde definitiv mit einem extrem guten Ausblick belohnt. Aber seht selbst!

Unseren letzten Tag in Pai haben wir nach all dem Sightseeing dann mit einer kleinen Runde Moped fahren, einem kurzem Besuch der örtlichen Erdbeer-Farm [und dem Beginn meiner Model-Karriere], faulenzen am Pool und schlemmen auf dem Nachtmarkt verbracht. Kann man sich auf jeden Fall auch mal gönnen!

Nach Pai ging es im Minivan wieder durch schwindelerregende 762 Kurven [ja, ich wiederhole diesen Funfact nochmal, damit ihr ihn auch nie wieder vergesst!] zurück nach Chiang Mai und von dort aus mit dem Flugzeug nach Krabi. Dort haben wir uns während unseres dreitägigen Aufenthalts eine ordentliche Strandmassage gegönnt, eine kleine Dschungelwanderung gemacht und an einem weniger belebten Teil des Ao Nang Beaches einen Abstecher in die Wellen gewagt.

Damit es aber nicht zu langweilig wird, haben wir zwischendurch noch eine Kayak-Tour eingeschoben, bei der wir einen sehr langen Abstecher in die Mangroven-Wälder gemacht haben und mit unseren nicht-vorhandenen Kayak-Skills durch ziemlich enge Kurven steuern mussten. Ich fand das super schwierig und verdammt anstrengend für meine Quallen-Arme, aber gleichzeitig auch total witzig!

Nach Krabi ging es dann mit der Fähre weiter nach Koh Lanta, meinem persönlichen Thailand-Höhepunkt. Wir haben auf Koh Lanta eigentlich gar nicht mal so viele spannende Sachen gemacht, aber unsere zwei Hotels waren sehr schön und wir haben sehr viel Quality-Time am Strand oder Pool verbracht, Cocktails getrunken und Sonnenuntergänge bestaunt.. Und das hab ich einfach mal wieder gebraucht.

Es wurde aber natürlich nicht nur gefaulenzt! Wir haben uns nämlich wieder ein Moped gemietet und sind damit [nach einem kleinen unfreiwilligen Umweg in die Altstadt, die definitiv auch einen gewollten Besuch wert ist!] zum Mu Koh Lanta Nationalpark gefahren und haben dort eine sehr schweißtreibende – wenn auch relativ kurze – Dschungelwanderung gemacht.

Außerdem haben wir uns zu einem sehr erschwinglichen Low-Season-Preis eine Five-Island-Tour gegönnt, die mich zwar nicht zu jedem Zeitpunkt begeistern konnte, aber definitiv auch ihre Höhepunkte hatte! Besonders gut fand ich, dass ich wortwörtlich ins kalte [naja, eigentlich relativ warme] Wasser springen musste und meine innere Schnorchel-Blockade überwinden konnte. Yay!

Mit meinem neuerworbenen Skill „Schnorcheln“ kann ich zwar auf dieser Reise insgesamt nicht ganz so viel anfangen, weil ich keine Kontaktlinsen dabei habe und so unter Wasser natürlich nur dezent bunte, verschwommene Kreise sehe, aber immerhin! Ich habe mich getraut und etwas geschafft, das mir vorher relativ unmöglich vorgekommen ist und das ist am Ende doch alles, worauf es ankommt. Und ich weiß jetzt, dass ich während meiner nächsten Reise, die in irgendeiner Form das Meer beinhaltet, auf jeden Fall Kontaktlinsen mitnehmen werde!

Übrigens haben wir unsere freie Zeit sogar noch in etwas Positives investiert! Wir sind nämlich einen Tag ins örtliche Tierheim gefahren und haben mit Katzen gespielt und sind mit den Hunden spazieren gegangen. Das war einfach so schön, hat echt viel Spaß gemacht und es macht mich so glücklich, dass diese Aktivität auf Koh Lanta als die Nummer 1 auf TripAdvisor ausgeschrieben ist!

Irgendwann hat auch die schönste Zeit auf gechillten Inseln ein Ende und es ging für uns weiter nach Phuket, denn wir hatten uns vorgenommen, uns wenigstens ein Mal ins Nachtleben am Patong Beach zu stürzen und uns so richtig volllaufen zu lassen! Spoiler-Alarm: Das hat nicht geklappt. Wir hatten zu wenig Bargeld mitgenommen und die Hälfte davon schon auf dem Weg in einem süßen Shop für japanischen Krimskrams ausgegeben. Nicht mal die „kostenlose“ Pingpong-Show hat man uns gegönnt, denn wir konnten uns keins der überteuerten Getränke leisten. Wie das Leben so spielt. ¯\_(ツ)_/¯

Insgesamt hat mir Phuket auch nicht wirklich gefallen, um ehrlich zu sein. Wir hatten zwar erneut ein superschönes Hotel – diesmal mit Rooftop-Pool und einem kostenlosen alkoholischen Getränk pro Person und Abend – aber insgesamt war mir das dann doch alles ein bisschen zu touristisch. [Und sehr.. russisch? Jedenfalls hat mich auf Werbetafeln sehr oft Putin angelacht und das fand ich doch eher uncool. 👀]

Und dann ging es für Maria schon wieder ab nach Hause und für mich auf den langen Weg nach Malaysia. „Aber Isa“, höre ich euch jetzt rufen, „der Flug von Phuket nach Kuala Lumpur dauert doch nur etwas über zwei Stunden, das ist gar nicht lang!“ Tja, das stimmt. Aber ich bin gar nicht geflogen! Die viele Fliegerei lastet nämlich schon ganz schön heftig auf meinem Umweltgewissen, weshalb ich jetzt versuche, so oft wie möglich auf das Flugzeug zu verzichten. Nach Malaysia – genauer gesagt nach Georgetown – bin ich also mit einem Nachtbus, einem Zug, einem weiteren Zug und einer Fähre gefahren. Es war lang und es war hart [that’s what she said], aber das soll eine Geschichte für den nächsten Blogpost sein. Also bleibt gespannt!

Bis dahin: Haltet aus und bleibt stark. Ich bin ja bald wieder Zuhause. ;D

4 Gedanken zu „Zwei Monate On The Road – Shit, Isa! Wo warst du?

  1. Pingback: Zwei Monate On The Road – Is this Character Development? – porridgeandwine

  2. Miss Bookiverse

    Das sieht größtenteils wirklich traumhaft aus! Ich musste sehr schmunzeln über deine Beschreibung beim brillen/kontaktlinsenlosen Schnorcheln. Ich habe da noch nie drüber nachgedacht, aber mir würde es ganz genau so gehen! xD

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Drei Monate On The Road – Von Malaysia bis Indonesien. – porridgeandwine

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