Ein kleines bis mittelgroßes Life-Update

Hey, people!

Nach über einem Jahr der Stille auf diesem Blog bin ich endlich aus der Versenkung aufgetaucht, um euch mal wieder ein kleines [bis mittelgroßes] Life-Update zu geben! Für alle, die mich persönlich kennen oder einer meiner massiven Online-Präsenzen [lel] folgen, wird das hier keine Überraschung sein, aber: Am 15. Juni 2019 bin ich in ein Flugzeug gestiegen und habe meine erste große Langzeitreise angetreten. Und nun sitze ich hier in Peking, Shanghai, Hongkong, vollgestopft mit tausend Eindrücken und noch mehr Hot Pot und schreibe diesen Blogpost!

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Ich hatte eigentlich immer vorgehabt, meinen „Weg zur Weltreise“ hier von Anfang an festzuhalten, über meine zahlreichen Impfungen, Reiserucksack-Tests, Ängste und [Freuden-] Tränen zu berichten und ein bisschen Spannung aufzubauen, aber dann war die Faulheit wohl einfach zu groß.. Oder vielleicht auch die Angst, es am Ende doch nicht durchzuziehen. Aber zumindest diese Angst war schon mal unbegründet, denn jetzt bin ich seit drei Wochen unterwegs, habe schon so viel gesehen, einigen [geilen] Scheiß gegessen, das ein oder andere Hostel-Monster ertragen, den ersten kleinen Nervenzusammenbruch gehabt und meine erste Klimaanlagen-Erkältung und den ersten Sonnenbrand überstanden! Es läuft also eigentlich ganz gut, würd ich sagen. Und auch wenn dieser Blogpost etwas verspätet kommt, möchte ich euch doch wenigstens grob berichten, was ich bisher so alles erlebt habe. Here we go:

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Mein Abflugtag stand definitiv unter dem Motto „Was du heulst, musst du nachher nicht seichen“, wie es mein Vater so galant ausdrückte. Deshalb will ich darauf auch gar nicht näher eingehen, aber dank zweier Schlaftabletten, The Lego Movie 2 und einigen Gläsern Kokonusssaft [meinem neuen Lieblingsgetränk] habe ich meinen 9-Stunden-Flug nach Peking ziemlich erfolgreich hinter mich gebracht.

Warum gerade Peking? Zugegeben, meinen Internet-Recherchen zufolge ist China ein relativ ungewöhnliches Land für den Start in eine Weltreise. Für mich hatte es aber perfekt gepasst, denn:

  1. Kann man seinen Antrag auf ein China-Visum nur im Heimatland stellen und
  2. Konnte ich dort eine meiner allerliebsten Twitter-Freundinnen besuchen, die zurzeit nämlich in Peking studiert – Vee!

Ebendiese hat mich dann auch mitten im Trubel des Pekinger Flughafens in Empfang genommen und mich im Laufe der nächsten Tage mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten versorgt, durch Hutongs, in Katzencafés und über das Gelände des neuen Sommerpalastes gelotst, ihren tollen Kommilitoninnen vorgestellt [mit denen wir auch Karaoke singen waren und fast den dritten Platz im Pub-Quiz belegt hätten] und mit in ihren Kalligraphie-Unterricht genommen. Und natürlich haben sie und ihre Freundinnen auch super viel für mich übersetzt und tausend Dinge gemanagt. Also auch nochmal auf diesem digitalen Weg tausend Dank dafür, Vee! Ohne euch wär ich hoffnungslos verloren gewesen. ;*

Natürlich konnten wir [leider] nicht pausenlos aufeinander hängen, denn Vee musste schließlich auch zur Uni. Diese Zeit konnte ich aber sehr gut nutzen, um meine ersten Solo-Ausflüge zu machen! Das war tatsächlich gar keine schlechte Übung für den Anfang und hat mir gezeigt, dass mir das Allein-Unterwegs-Sein definitiv ordentlich Spaß macht. Unter anderem haben mich meine Wege zum alten Sommerpalast, in die Verbotene Stadt, den Lama-Tempel und den Himmelstempel geführt. Und zu meinem persönlichen Highlight: Der Chinesischen Mauer. [Dudes, can you believe? Ich war auf DER Chinesischen Mauer!]

Auf zehn wundervolle Tage in Peking folgte dann aber erstmal ein kleiner Stimmungskiller in Shanghai. Erst lief alles rund um meinen Flug nicht so smooth wie ich mir das vorgestellt hatte, dann war mein AirBnB der letzte Saustall, meine VPN [und damit mein gesamtes Internet] funktionierte nur schlecht bis gar nicht und ich hatte mich auch noch ordentlich erkältet. Dazu kam die Tatsache, dass mir in dem Moment erst so richtig bewusst wurde, dass ich ohne meine nützlichen Privat-Dolmetscher nicht mehr so edel speisen und einfach zurechtkommen würde, wie bisher.. Deshalb habe ich an meinem ersten Abend in dieser Millionenstadt erstmal richtig schön geheult und wollte einfach nur in mein schönes, sauberes, wohlriechendes Zuhause zurück.

Trotzdem waren meine sechs Tage in Shanghai dann doch nicht so tragisch, wie es erst den Anschein hatte. Klar, ich habe mich hauptsächlich von Salzcrackern und chinesischen Varianten der Fünf-Minuten-Terrine ernährt, hatte den ganzen Körper voller Blauer Flecken wegen der fürchterlichen AirBnB-Matratze [ich bin einfach zu soft für asiatische Betten, ich seh’s ein] und habe so einige Leute verflucht, die unentwegt vor mir auf die Straße gerotzt haben.. Aber alles in allem konnte ich Shanghai dann doch noch ein paar schöne Seiten abgewinnen. Die beeindruckenden Hochhäuser, zum Beispiel. Die ganzen alten, sportlichen Chinesen, die im People’s Park herumgeturnt sind [und ihre unverheirateten Kinder auf dem Marriage Market verjubeln wollten, lel]. Der wunderschöne Yu Garden und – nicht zu vergessen – Tianzifang, ein riesiges Künstlerviertel, bestehend aus einem Wirrwarr von kleinen Seitensträßchen, in denen unzählige Restaurants und kleine Shops ihre Waren an den Mann und die Frau bringen wollten.


Und dann kam der Flug, der mich an meinen aktuellen Standort geführt hat: Hongkong. Dieser lief glücklicherweise ohne Probleme ab und ich kam mitten in der Nacht – verschwitzt aber glücklich – in meinem 3-Bett-Zimmer im Hostel an. Die Matratze hier ist leider genauso hart wie in Shanghai, aber alles andere läuft sehr viel besser. Die meisten Leute sprechen gutes Englisch, ich konnte mir problemlos eine Octopus- und eine SIM-Card zulegen, das Internet funktioniert einwandfrei und ohne VPN und ich kann seit meiner Ankunft hier auch endlich wieder normales Essen bestellen! Es sind die kleinen Freuden des Lebens..

Auch grundsätzlich würde ich sagen, dass Hongkong in den letzten Tagen zu einer meiner neuen Lieblingsstädte geworden ist. Es gibt einfach so viel zu sehen, zu tun und zu essen, dass ich sehr froh bin, ganze neun Tage hier sein zu können. Meine absoluten Hongkong-Highlights waren bisher der Victoria Peak, der Tian Tian Buddha auf Lantau Island und mein heutiger Aufstieg auf den Dragon’s Back. Das sind einfach Aussichten, die für sich selbst sprechen. 

Aber dank der relativ langen Zeit hier muss ich nicht nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten rennen, sondern habe auch noch genügend Zeit zwischendurch mal ins Kino zu gehen oder einfach im Café oder im Park zu sitzen und zu lesen. Und Blogposts zu schreiben, natürlich.


Am Mittwoch geht es für mich dann schon weiter. Ich lasse China nun gänzlich hinter mir und fliege nach Chiang Mai, also in den Norden Thailands. Diesmal habe ich in ein etwas kostspieligeres Hotel investiert [im Vergleich zu den 10€ pro Nacht für’s AirBnB in Shanghai] und hoffe nun inständig auf ein weiches Bett, das „fabelhafte“ Frühstück, das mir auf Booking versprochen wurde und das allseits hoch gepriesene, schnelle thailändische Internet. Ehm, und natürlich auch auf tolle Erlebnisse und Sights, die es zu seen gilt. Versteht sich ja von selbst, ne?

So, das soll es nun für’s Erste auch sein. Das „kleine“ Life-Update ist nun doch ein etwas längerer Post mit viel zu vielen Bildern geworden, aber jetzt seid ihr zumindest auf dem neusten Stand und ich kann euch in ein paar Tagen in aller Ruhe dann auch etwas über Thailand berichten. Ich freu mich schon!

Bis dahin: Haltet aus und bleibt stark. Ich bin ja bald wieder Zuhause. ;D

Bildschirmfoto 2018-03-04 um 16.34.42

Ein besonderer Dank gilt jetzt am Ende noch Laura, die dieses supersüße Bild von mir gemalt hat, das ihr oben sehen könnt. Und natürlich an Alice, meiner getreuen Beta-Leserin. Love ya lots, ihr beiden!

9 Gedanken zu „Ein kleines bis mittelgroßes Life-Update

  1. elizzy91

    Welch ein wunderbarer Beitrag ❤ Danke dir für diesen Einblick! Ich freue mich sehr für dich bist du diese Reise angetreten und konntest uns nun Updaten. ❤ Ich freue mich schon auf mehr!

    Gefällt 1 Person

  2. Miss Bookiverse

    Boah, das ist ja toll, dass du das machst! Auch wie ehrlich du von kleinen Rückschlägen erzählst, gefällt mir. Ich glaube, es braucht wirklich viel Mut so eine Reise allein anzutreten und es ist vollkommen logisch und ok, dass nicht immer alles glatt läuft. Auf Instagram berichtest du im Moment aber nicht oder? Habe gerade Panik, dass aus irgendeinem Grund total übersehen zu haben. Ich wünsch dir weiterhin ganz viel Spaß und möglichst wenig Pannen!

    Gefällt 1 Person

    1. therealisapotter

      Heya!
      Vielen Dank für den lieben Kommentar! 😘
      Ja, diese Ehrlichkeit ist mir eigentlich auch sehr wichtig, weil ich so viele Leute und Blogs kenne, wo alles als supertoll und problemlos dargestellt wird und das ist halt einfach nicht das echte Leben, you know? 😅
      Auf Instagram poste ich aktuell tatsächlich nur auf meinem „privaten“ Account therealisapotter, also nicht dem vom Blog.

      Liken

  3. Pingback: Drei Monate On The Road – Von Malaysia bis Indonesien. – porridgeandwine

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