Kurzreview: Barakamon [Anime]

Barakamon handelt von Seishuu Handa, einem 23-jährigen Kalligraphen, der leider gar nicht damit umgehen kann, wenn seine Arbeit bemängelt wird. Nachdem ein Kritiker seine Kunst als unoriginell bezeichnet, fackelt er nämlich nicht lange und.. zimmert dem Typen eine. Aber so richtig. Teils zur Strafe und teils, um neue Inspirationen für seinen ganz eigenen Kalligraphie-Stil zu finden, wird er auf eine kleine, ländliche Insel „verbannt“.. Doch dort ist es gar nicht mal so leicht, in Ruhe zum Arbeiten zu kommen, denn die eigensinnigen Inselbewohner – allen voran die 6-jährige Naru – verlangen ihm einiges ab!

Ja, genauso habe ich auch geguckt, als ich die Zusammenfassung gelesen habe. Ich weiß, es klingt lahm. Aber bitte verlasst mich noch nicht, denn vor euch steht einer dieser seltenen Juwelen der Anime-Welt, die sich sehr hartnäckig im Herzen breit machen, nachdem man ihnen erstmal eine Chance gegeben hat!

Wenn ich so darüber nachdenke, hat Barakamon auf den ersten Blick kaum Dinge, die vorteilhaft aussehen: Wir haben hier einen einen typischen Slice of Life Anime – er handelt also vom alltäglichen Leben und seinen großen und kleinen Geschehnissen und Seltsamkeiten. Es gibt keinen krassen Spannungsbogen, die Show lebt nicht von Cliffhangern am Ende jeder Folge und man sitzt nicht wie gebannt vorm Bildschirm. Aber wenn man nicht gerade nach dem nächsten Attack on Titan sucht [und in dem Fall sollte man sich sowieso nicht in der Slice of Life Ecke umsehen, tbh], kann man hier trotz alledem wirklich gut unterhalten werden! Für mich kam Barakamon auf jeden Fall zur richtigen Zeit, da ich mir die 12 Folgen an einem einzigen – sehr erkälteten – Tag auf dem Sofa gegönnt und mich durch die herzlichen Charaktere und witzigen Momente auf der Insel wie in eine warme Decke eingemummelt gefühlt habe.

Wenn Barakamon von etwas lebt, dann von seinen Charakteren und der puren Lebensfreude, die jede Folge durch sie vermittelt. Handa ist ein sympathischer Protagonist, dem man gern dabei zusieht, wie er sich dem Landleben und all den seltsamen Bewohnern der Insel langsam öffnet. Naru ist das typische Arschkind, das dich nie in Ruhe lässt und dir so lange auf den Keks geht, bis du ihm endlich genug Aufmerksamkeit schenkst. Anstrengend und nervig, aber gleichzeitig auch irgendwie so ansteckend fröhlich und herzig, dass man nicht genug von ihr bekommen kann. Natürlich sind Handa und Naru die Aushängeschilder von Barakamon, aber auch jeder noch zu kleine Nebencharakter strahlt etwas aus, das ihn sofort liebenswert macht. Und auch wenn niemand eine nennenswerte Charakterentwicklung durchmacht – wie man es sonst vielleicht von so einer Art Geschichte erwarten würde – finde ich das alles andere als negativ, sondern stattdessen sehr realistisch. So ist es im echten Leben doch auch, oder? Niemand krempelt sich über Nacht komplett um, Veränderungen kommen so gut wie immer in kleinen Schritten.

Ein weiterer großer Bestandteil des Charmes dieses Animes ist der Humor. Mein Geschmack wurde damit auf jeden Fall exakt getroffen und ich habe mich mehrmals schief gelacht – Und das nicht nur deshalb, weil Crunchyroll den urkomischen Dialekt der Inselbewohner wunderbar übersetzen konnte!

Der Charme und Witz werden eigentlich schon bestens im Opening eingefangen, weshalb ich es euch hier zum Ende dieser – sehr kurzen – Kurzreview nicht vorenthalten möchte. Und, wie ihr gleich sehen werdet: Natürlich ist dieser Anime auch was für’s Auge! Besonders, was die Kalligraphie angeht. ❤

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