Indiebookday 2018: Meine Ausbeute.

Der aufmerksame Nutzer verschiedenster Social Media Plattformen hat es sicher schon mitbekommen: Heute ist #Indiebookday! Bücherwürmer in ganz Deutschland [und sogar international] tun sich zusammen, stürmen die lokalen Buchläden und shoppen Bücher von unabhängigen Verlagen. Das ist in meinen Augen eine ganz wunderbare Möglichkeit, um Büchern, die einem sonst vielleicht nie in die Hände gefallen wären, eine Chance zu geben und die Arbeit kleinerer Verlage zu würdigen. Weitere Informationen zum Indiebookday und Reviews zu den Vorjahren findet ihr auf der Offiziellen Website.

Bildschirmfoto 2018-03-04 um 16.34.42Um ganz ehrlich zu sein, muss ich zugeben, dass ich bis vor Kurzem noch gar nichts von dieser tollen Aktion mitbekommen hatte.. Aber da ich durch meinen Besuch auf der Leipziger Buchmesse sowieso inspiriert war, wieder öfter durch die Programme kleinerer Verlage zu stöbern, passt das ja perfekt!

Dummerweise halten mich Soziale Verpflichtungen™ heute davon ab, in die Stadt zu fahren und mich in meiner lokalen Buchhandlung auszutoben, was einfach nur eine Schande ist. Trotzdem habe ich mich davon nicht aufhalten lassen und mich einfach durch deren Onlineshop gearbeitet. [Gepriesen sei das Internet!] Vier wunderhübsche Bücher sind in meinen virtuellen Einkaufswagen gehüpft, die schon seit längerer Zeit auf meiner Wunschliste standen. Und natürlich möchte ich sie euch nicht vorenthalten! :]

daz4ed (1) „Singt, ihr lebenden Toten, singt“ von Jesmyn Ward. Erschienen im Verlag Antje Kunstmann. [Vielen Dank an Liesa für die tolle Rezension! <3]

» Jojo und seine kleine Schwester Kayla leben bei ihren Großeltern Mam and Pop an der Golfküste von Mississippi. Leonie, ihre Mutter, kümmert sich kaum um sie. Sie nimmt Drogen und arbeitet in einer Bar. Wenn sie high ist, wird Leonie von Visionen ihres toten Bruders heimgesucht, die sie quälen, aber auch trösten. Mam ist unheilbar an Krebs erkrankt, und der stille und verlässliche Pop versucht, den Haushalt aufrecht zu erhalten und Jojo beizubringen, wie man erwachsen wird. Als der weiße Vater von Leonies Kindern aus dem Gefängnis entlassen wird, packt sie ihre Kinder und eine Freundin ins Auto und fährt zur »Parchment Farm«, dem staatlichen Zuchthaus, um ihn abzuholen. Eine Reise voller Gefahr und Hoffnung. «

daz4ed (2)„Dunkelgrün, fast schwarz“ von Mareike Fallwickl. Frankfurter Verlagsanstalt.

» Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf, über die Freundschaft der beiden sollte Marie sich eigentlich freuen. Doch sie erkennt das Zerstörerische, das hinter Raffaels stahlblauen Augen lauert. Als Moritz eines Tages aufgeregt von der Neuen in der Schule berichtet, passiert es: Johanna weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck, dessen scharfe Kanten keinen unverwundet lassen. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff, und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn – mit unberechenbarer Wucht. «

daz4edSag den Wölfen, ich bin zu Hause„, geschrieben von Carol Rifka Brunt und erschienen im Julia Eisele Verlag. Auf dieses Buch freue ich mich ehrlich gesagt am meisten! Das Cover ist so hübsch und ich habe schon so viele begeisterte Rezensionen darüber gelesen, dass ich kaum abwarten kann, in diese berührende Geschichte einzutauchen.

» Manche Verluste sind so schwer, dass sie nicht wiedergutzumachen sind. So geht es June Elbus, als ihr Onkel Finn stirbt, der Mensch, mit dem sie sich blind verstand, der ihr alles bedeutete. Doch mit ihrer Trauer ist sie nicht allein. Schon bald nach der Beerdigung stellt June fest, dass sie sich die Erinnerung an Finn teilen muss – mit jemandem, der sie mit einer schmerzhaften Wahrheit konfrontiert. Der sie aber auch lehrt, dass gegen die Bitternisse des Lebens ein Kraut gewachsen ist: Freundschaft und Mitgefühl. «

daz4ed (3)„Die Farbe von Milch“ von Nell Leyshon [ebenfalls aus dem Julia Eisele Verlag] ist das einzige meiner geshoppten Bücher, von denen ich zuvor online gar nichts gehört habe. Umso gespannter bin ich also darauf! :]

» Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt. «

Gesponsert wurde die Hälfte dieser Einkäufe übrigens von meiner großartigen Mama und meiner lieben Oma, die spontan beschlossen haben, mir „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ und „Die Farbe von Milch“ zu Ostern zu schenken, heh. Ich freue mich auf jeden Fall schon wahnsinnig darauf, mich durch all diese Schätze zu lesen und bin gespannt darauf, wie leicht oder schwer mir das fallen wird. Deutsche Bücher habe ich nämlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gelesen. Aber der Indiebookday ist ja wirklich die beste Gelegenheit dazu, meinen Horizont dementsprechend mal wieder zu erweitern. :]


Habt ihr euch auch am Indiebookday beteiligt?
Wenn ja, welche neuen Bücher konnten bei euch einziehen?

3 Gedanken zu „Indiebookday 2018: Meine Ausbeute.

  1. Nicci Trallafitti

    Hey!
    Leider hatte ich gestern ebenfalls keine Zeit in einen Buchladen zu fahren, auch „musste“ ich zum Comicdealer, meine Bestellung abholen und bezahlen, somit war das andere nicht drin.
    ABER ich habe mir die Bücher, die du hier vorgestellt hast, auf der Liste gespeichert und besonders auf Dunkelgrün fast Schwarz bin ich sehr neugierig.

    Danke für die Tipps!

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  2. kaisuschreibt

    „Dunkelgrün fast Schwarz“ kursierte ja eine Weile extrem durch die Netzwerke. Nur irgendwie hab ich da gar keine Lust drauf. Du hast mich stattdessen auf „Die Farbe von Milch“ neugierig gemacht 😀

    Gefällt 1 Person

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