Rezension: Zusammen sind wir Helden.

Titel: Zusammen sind wir Helden.
Original: The Serpent King.
Autor: Jeff Zentner.
Verlag: Carlsen Verlag – Hardcover – 368 Seiten.

worum-gehts

Ohne seine Gitarre wäre Dills Leben wirklich trostlos: Sein Vater ist im Gefängnis, seine Mutter unglücklich, und nach der Schule soll er im örtlichen Supermarkt arbeiten, um die Schulden abzubezahlen. Aber Dill sehnt sich nach einem anderen Leben, irgendwo da draußen. Seine Träume teilt er mit seinen beiden besten Freunden: Lydia, selbstbewusst und mit dem festen Plan, als Modebloggerin nach New York zu gehen, und Travis, der halb in seiner geliebten Fantasy-Serie lebt. Zusammen, glauben sie, können sie alles schaffen.
[Quelle: Carlsen Verlag]

meine-meinung

Ich glaube, Jeff Zentner und ich werden wohl keine allzu guten Freunde mehr. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendwie haben seine Bücher immer etwas, das mich am Anfang sehr anspricht und am Ende dann doch bitter enttäuscht. Bei Goodbye Days war es schon so, dass mir die Grundidee sehr gut gefallen hat, mich die Geschichte insgesamt aber einfach nicht überzeugen konnte und mir das Gefühl vermittelt hat, als hätte sich der Autor ein bisschen zu viel vorgenommen. Mit seinem Debüt-Roman Zusammen sind wir Helden ging es mir sehr ähnlich, obwohl ich es insgesamt im Vergleich besser fand als seinen Nachfolger. Aber first things first: Ich möchte mich erst einmal ganz herzlich beim Carlsen Verlag bedanken, die kleinen Anfänger-Bloggern wie mir die Möglichkeit geben, eins von drei kostenlosen Rezensionsexemplaren auf ihrer Website auszusuchen, zu lesen und ihren Senf dazuzugeben. Dieses Angebot ist wirklich großartig! Weiterlesen

Favoriten: April 2018.

Heya, people! Der zweite monatliche Favoriten-Beitrag in Folge, ist das nicht wunderbar? Ich weiß, ich bin auch stolz auf mich. Ehrlich gesagt fiel es mir diesmal schon ein bisschen schwerer, ein paar Favoriten zu finden. Zum einen, weil meine aktuelle Geschwindigkeit beim Serien gucken und Bücher lesen dieses Jahr irgendwie peinlich langsam ist und zum anderen, weil im April auch in meinem Sozialleben – welches ich weiterhin sehr erfolgreich pflege – ziemlich viel anstand. Und außerdem musste das krass schöne Wetter ausgenutzt werden! Aber naja, ich habe das Beste daraus gemacht und euch trotzdem ein paar kleine Highlights aus meinem Monat aufgeschrieben. So sit back, relax, maybe drink a cup of tea.. And enjoy! Weiterlesen

To be Read: Mai 2018.

Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt der größte Fan von solchen Lesevorsätzen für den kommenden Monat. Bei anderen Bloggern schon, aber bei mir.. nah. Einfach, weil ich mich bisher noch nie wirklich daran halten konnte und weil ich mir meistens in bösen Lesetiefs welche aufzwinge, die am Ende viel zu unrealistisch sind. Aber da ich mich vor Kurzem erfolgreich aus einem solchen Lesetief heraus gekämpft und jedes einzelner dieser Bücher bereits angefangen habe, dachte ich » wenn nicht jetzt, wann dann? « ¯\_(ツ)_/¯ Also ohne langes Geplänkel und blumige Worte: Hier ist er. Mein To Be Read Stapel für den Monat Mai! Weiterlesen

The easiest way to anime-hell, Part IV: Haikyuu!!

ハイキュー!!
Titel: Haikyuu!! [Original: Haikyū!!]
3 Staffeln mit insgesamt 60, sowohl auf Japanisch mit
Untertiteln, als auch auf Englisch und seit letztem Jahr auf Deutsch!
Unter diesem Link könnt ihr euch sogar die 1. Folge auf Deutsch ansehen. :]

tumblr_on03md3qH81uue37go3_500

Der Mittelschüler Hinata ist begeistert vom Volleyballspielen. Obwohl er für den Sport eigentlich etwas zu klein geraten ist, legt er sich mächtig ins Zeug, den Volleyballclub an seiner Schule wieder aufleben zu lassen. Voller Euphorie treten die Jungs bei ihrem ersten Turnier an und werden von Kageyama und seinem Team gnadenlos vernichtet. Doch Hinata will nicht aufgeben und schwört, ihn eines Tages zu besiegen. Leider macht ihm der Wechsel auf die Oberschule aber einen Strich durch die Rechnung […]

Quelle: peppermint anime.

Der Volleyball-Anime Haikyuu!! war – zusammen mit Seraph of the End und Attack on Titan – eine meiner ersten intensiven Anime-Liebeleien und bleibt bis heute noch eine meiner klassischen Sofort-Empfehlung, wenn mich jemand fragt, welchen Anime er als nächstes schauen sollte. Kein Wunder also, dass ich schon seit einer ganzen Weile den größten Teil dieses Blogposts in meinen Handynotizen gespeichert hatte. Umso tragischer ist es, dass ihr ihn erst heute zu lesen bekommt.. Aber wie es so schön heißt „Was lange währt wird endlich gut“: Hier sind 8 Gründe, warum Haikyuu!! euer nächster Anime werden sollte.

Bildschirmfoto 2016-04-02 um 11.06.37

01 – Omg. Sport: Lassen wir gleich zu Anfang mal die Hosen runter.. Mit Sport konnte man mich noch nie begeistern. Ich betreibe ihn nicht, ich gucke ihn nicht, ich interessiere mich nicht für ihn. Noch nicht mal Free! mit seinen Anime-Bauchmuskel-Göttern konnte mich da umstimmen und hat mich letztendlich doch relativ kaltgelassen [don’t get me wrong, I love me some abs from time to time, aber begeistert war ich trotzdem leider nicht]. Dementsprechend niedrig waren also meine Erfolgserwartungen bei Haikyuu!!, als ich die erste Folge angeschmissen habe.. ABER DAMN, WAR ICH HOOKED! Und das sofort? Ich hab mir auf einen Schlag die ganze Staffel reingezogen, ohne Witz. 25 Folgen. Und währenddessen hatte ich sogar richtig Bock, selbst mal wieder eine Runde Volleyball zu spielen, obwohl meine Schulzeit oft genug bewiesen hat, dass mein Talent für diesen Sport ganz locker auf einen Stecknadelkopf passt. [Zum Glück ging es nicht nur mir so. Laura – sorry for exposing you like this, hon – zum Beispiel hat sich, kurz nachdem sie mit Haikyuu!! angefangen hat, für einen Volleyball-Kurs an der Uni eingeschrieben und den auch sehr erfolgreich durchgezogen. <3] Was mich außerdem sehr positiv überrascht hat, ist, dass man auch tatsächlich etwas über das Spiel lernt. Oft wird nämlich in kurzen und goldigen Szenen erklärt, wie sich ein bestimmter Move zusammensetzt oder wie das Wechseln funktioniert. Das ist eine schöne Abwechslung zu vielen anderen Sport-Animes, die bestimmtes Wissen oft einfach voraussetzen [oder denen das egal ist].

02 – ALL THE OPENINGS: [Ja, das ist ein wichtiges Argument für alle meine Empfehlungen und niemand kann mir das ausreden!] Haikyuu!! hat inzwischen fünf Openings [und die selbe Anzahl an Endings], die alle sehr unterschiedlich sind. Doch eins haben sie alle gemeinsam: They get you FUCKING HYPED to see these guys play some Volleyball! Ernsthaft, ich liebe jedes einzelne dieser Lieder und die Zusammenstellung der Clips passt einfach perfekt dazu. Schaut es euch einfach an und seid begeistert! Wer übrigens daran interessiert ist, wie genial besonders das erste Opening ist, dem empfehle ich dieses Video von Mother’s Basement, der das einfach am Besten erklären kann. Aber Vorsicht: Kleine Spoiler!

Weiterlesen

Kurz-Rezensionen: Sleeping Giants & Rebel of the Sands.

Ich versuche gerade diesen Post zu schreiben, während mein Hund um Aufmerksamkeit bettelt und mir die Füße ableckt. Und glaubt mir.. Es ist gar nicht mal so einfach! Warum mache ich mir trotzdem die Mühe und tippe während dieses schönen Wetters wie verrückt? Weil ich diesen Post über Rezensionen, die nicht geschrieben werden gelesen und mich ein klein wenig ertappt gefühlt habe. Was das Schreiben von Rezensionen angeht, bin ich nämlich schon immer ein bisschen zurückhaltend gewesen und habe oft nur etwas über die Bücher verfasst, die ich richtig toll fand. Oder ab und an mal etwas weniger nettes über Rezensionsexemplare, die mir so gar nicht gefallen haben.. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mir ab jetzt vorgenommen, wieder öfter Rezensionen zu schreiben, egal wie kurz oder lang und egal, ob positiv oder negativ! Wenn ich also nicht genug für eine längere Rezension zu sagen [oder zu schimpfen] habe, haue ich euch einfach so eine kleine Sammlung mit Kurz-Rezensionen um die Ohren, ob ihr nun wollt oder nicht! ❤

Bildschirmfoto 2018-03-04 um 16.34.42

29932639Das Hörbuch zu Sleeping Giants habe ich regelrecht weggesuchtet! Ich glaube, 75% davon habe ich an nur einem Tag gehört, während ich mir dann für den Rest ein bisschen mehr Zeit gelassen habe. Gleich zu Beginn packt die Story aber auch schon so sehr, dass ich einfach gar nicht anders konnte! Dieser erste Band der Themis Files von Sylvain Neuvel handelt von Rose, die als Kind in ein Loch fällt und – wie sich nach ihrer Rettung herausstellt – auf einer riesigen Hand aus Metall landet. Auch siebzehn Jahre später ist das Geheimnis um die Hand nicht gelöst. Niemand weiß, was sie ist oder woher sie kommt. Aber Rose, die inzwischen eine erfahrene Physikerin geworden ist, versucht nun zusammen mit ihrem Team herauszufinden, was es damit auf sich hat.. Ähnlich wie meine letzte Obsession – The Illuminae Files – wird Sleeping Giants zum größten Teil in Interviews erzählt. Als Hörbuch hat das auch sehr gut funktioniert. Alle Sprecher waren großartig und konnten ihren Charakteren mühelos Leben einhauchen, sodass ich mir ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Ob das auch im „echten“ Buch so gut klappt, kann ich leider nicht einschätzen. [Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass es nicht ganz so unterhaltsam ist.] Und obwohl ich einige Geschehnisse doch etwas erzwungen fand und die Erzählform manchmal ein bisschen an ihre Grenzen kam, war ich insgesamt wegen des wahnsinnig interessanten Konzepts [und ehrlich gesagt auch wegen des Cliffhangers am Ende!] sehr positiv überrascht von Sleeping Giants und möchte die Reihe auf jeden Fall weiterlesen! Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen und freue mich schon sehr auf Waking Gods! | Für alle, die sich noch weiter belesen möchten: Rezensionen gibts auch bei Miss Bookiverse und Bücherjäger. ❤ |

24934065Über Rebel of the Sands von Alwyn Hamilton zu schreiben, fällt mir etwas schwerer, weil der Hype um dieses Buch einfach so groß ist und ich – obwohl ich meine Erwartungen wirklich klein gehalten habe – einfach nicht mithypen kann.. Aber erstmal zum Inhalt. Rebel of the Sands ist der erste Band einer Trilogie und handelt von Amani, einer 16-jährigen Scharfschützin [nehme ich an?], die unbedingt aus ihrer Heimat Dustwalk und all ihren Zwängen ausbrechen will. Eines Tages trifft sie auf Jin [the hot Love-Interest, who would have guessed], der für sie der perfekte Weg ist, um aus Dustwalk zu entkommen. Was danach kommt ist eine lange Wanderung durch die Wüste, ein paar mystische Wesen und irgendwann findet sich Amani inmitten einer Rebellion wieder. So weit, so gut.
Zu Beginn fand ich die Geschichte eigentlich ziemlich unterhaltsam. Sie ist einfach geschrieben und lässt sich gut „runterlesen“, wenn man so will. Im Laufe der Kapitel hat mich der Genre-Mix aber etwas irritiert, weil es mir das Gefühl gegeben hat, als hätte die Autorin nicht gewusst, was sie da eigentlich schreiben wollte. Einen Western? Eine 1001-Nacht-Geschichte? Eine epische Fantasy-Story? Oder doch irgendwas mit Steampunk? Wer weiß das schon! Darüber hätte ich aber noch relativ locker hinwegsehen können, wenn da nicht die langweiligen, nervigen Null-Acht-Fünfzehn-Charaktere und -Beziehungen gewesen wären. Den Namen Amani hätte man meiner Meinung nach problemlos mit denen hunderter anderer YA-Heldinnen ersetzen können, die ja auch alle so wahnsinnig witzig und sarkastisch und scharfzüngig sind und der heiße Typ Jin war einfach so flach und nichtssagend, dass ich eben nur „und Jin war auch da“ geschrieben habe. Wirft man die beiden zusammen, bekommt man nach ein bisschen lüsternem Starren und wiederholten, endlosen Beschreibungen von Jins heißem Tattoo [es war so heiß!] die altbekannte Avril-Beziehung [» he was a boy, she was a girl, can I make it any more obvious « und here you go: Euer neues OTP, yaaay!] ohne irgendeine Grundlage oder auch nur ein bisschen Chemie. Das liebe ich ja. Und leider konnten noch nicht mal die Plottwists oder die Rebellion oder die Action am Ende noch irgendwas retten.. Alles in Allem war ich einfach nur unglaublich enttäuscht von Rebel of the Sands und vergebe nur 2 von 5 Sternen.